Sie fragen – Prof. Dr. Gerngross antwortet

„Wie sollte man als Lehrkraft mit Lob und Höflichkeitsphrasen im Fremdsprachenunterricht umgehen?“

Meine Unterrichtserfahrung von vielen Jahren zeigt, dass es nicht vorteilhaft ist, Lob ständig zu gebrauchen.

Richtig loben: Die „Dosis“ macht’s

Wenn die Kinder beispielsweise am Beginn der Unit School ihre Partner testen und meine Beobachtung zeigt, dass es gut funktioniert, dann ist meines Erachtens ein Lob nicht nötig. Auch wenn sie einen chant oder song gut durchführen, neige ich nicht dazu zu loben.

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Sie fragen – Prof. Dr. Gerngross antwortet

„Der Endspurt bis zu den Sommerferien läuft – wie bereite ich meine Viertklässlerinnen und Viertklässler im Englischunterricht in dieser Zeit optimal auf den Übergang zur weiterführenden Schule vor?“

Erstens ist es wichtig, dass der Wortschatz gezielt wiederholt wird. Am besten geschieht dies, indem Wortfelder bearbeitet werden. Die Kinder sammeln beispielsweise Wörter und Phrasen zum Thema food and drink, family, body, etc.

Dabei ist es wichtig, dass die Aussprache der Wörter und Phrasen richtig ist und die Kinder die Wörter auch lesen können.

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Sie fragen – Prof. Dr. Gerngross antwortet

„In Playway werden einige traditionelle Feste des englischsprachigen Raumes aufgegriffen. Welchen Nutzen ziehen die Kinder daraus – und wie kann ich die Feste von Kindern mit einem anderen kulturellen Hintergrund in meinen Unterricht einbeziehen?“

Die Auseinandersetzung mit Informationen über traditionelle Feste trägt dazu bei, dass sich das Weltbild der Kinder erweitert. So lernen die Kinder in Playway beispielsweise etwas über das Fest Thanksgiving und sie erfahren durch einen im Lehrwerk abgebildeten Cartoon, welche historischen Wurzeln dieses Fest in den USA hat.
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Sie fragen – Prof. Dr. Gerngross antwortet

„Die Filme Mia & Mike enthalten viel englischen Wortschatz. Wie arbeite ich damit? Führe ich vor dem Abspielen des Films einzelne Wörter ein? Halte ich die Filme an, um Wörter zu erklären?“

Die Mia & Mike Episoden haben ein hohes Anspruchsniveau. Hauptziel ist das Globalverstehen der Videos. Die Kinder werden mit authentischer Sprache konfrontiert. Dabei ist davon auszugehen, dass nicht jedes einzelne Wort verstanden wird. Selbstverständlich kann es förderlich sein, einige Wörter vor dem Zeigen des Videos vorzuentlasten. Das geschieht möglichst multisensorisch, indem mit Hilfe von Gestik, Mimik, Bildern und dem Schriftbild das Wort oder die Phrasen erklärt und geübt werden.
Das Video kann mehrmals vorgespielt werden, ein Anhalten des Films, um Wörter zu erklären, ist jedoch nicht sinnvoll.
Wir schlagen einen methodischen Dreischritt vor:
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Sie fragen – Prof. Dr. Gerngross antwortet

„Wie kann ich die Playway Postersets zur Differenzierung einsetzen?“

Die Playway Postersets sind ideal für die Erarbeitung differenzierter Aufgaben und werden meist in Freiarbeitsphasen, wie z.B. während der Wochenplanarbeit oder als Teil eines Lernzirkels eingesetzt.

Die Differenzierung erfolgt durch das Anbieten von Aufgaben verschiedenen Schwierigkeitsgrads. Bei einfachen Aufgaben zeichnen die Kinder, sie sagen einzelne Wörter, stellen einfache Fragen im Rahmen des Grundwortschatzes, während sie bei den komplexeren Aufgaben kleine Dialoge sprechen. Dabei kann auch ein erweiterter Wortschatz, der im Begleitheft angegeben ist, zur Anwendung kommen.

Ein Beispiel:
In Playway 3 Unit 8 wird das Poster Lunch time angeboten. Das Poster zeigt drei dinner ladies, die das Essen für Schulkinder in Uniform ausgeben. Einige Kinder essen bereits, andere holen sich gerade ihre Mahlzeit.

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Sie fragen – Prof. Dr. Gerngross antwortet

Wie setze ich Playway in der Inklusion ein?“

Zu Beginn ein persönliches Beispiel einer Demonstrationsstunde in Niedersachsen. Ich fordere die Kinder zu Beginn auf, sich im Kreis aufzustellen und erzähle ihnen mehrmals die Geschichte The Lake aus Playway 2, die aus 9 Sätzen besteht. Ich verdeutliche den Sinn der Geschichte mit Hilfe von Mimik und Gestik und die Kinder imitieren mich. Dann hören die Kinder die Geschichte nochmals von der CD und zeigen auf die neun Bilder im Buch. Abschließend hören sie die Sätze in ungeordneter Reihenfolge und ordnen die jeweilige Nummer des Satzes dem richtigen Bild zu. Dabei machen die Kinder kaum Fehler, sie haben die Geschichte wirklich verstanden.
Im Anschluss erarbeite ich mit ihnen einen kleinen Dialog, der inhaltlich zur Geschichte passt.
Die Klassenlehrerin und die Schulleiterin waren von der Stunde begeistert, weil den zusehenden Kolleginnen und Kollegen die Kinder mit speziellem Förderbedarf nicht aufgefallen waren.
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