How do you feel today? (part 2)

S569_S568_spiegel_mit_smileyIn Teil 2 zum Thema Feelings möchte ich Ihnen eine Übung vorstellen, die aus der Impro-Theater-Praxis stammt und geradezu dazu angetan ist, im inklusiven Englischunterricht eingesetzt zu werden.

Mit dem Emotional Mirror with Gibberish lernen Ihre Schülerinnen und Schüler spielerisch, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und die Gefühlslage anderer einzuschätzen. Ganz ohne Worte. Oder fast.

Und das geht so:

  • Jedes Kind erhält von Ihnen je nach Lernstand eine Bild- oder Wortkarte (Download am Ende des Beitrags) mit einem Gefühl (happy, angry, sad, scared, excited, tired, …). Lassen Sie sich den englischen Begriff zur Kontrolle ins Ohr flüstern, um sicher zugehen, dass das Gefühl klar ist.
  • Jetzt stellen sich die Kinder paarweise gegenüber. Sorgen Sie für genügend Abstand zwischen den Paaren, denn es könnte etwas lauter werden.
  • Das erste Kind beginnt, in einer Fantasiesprache (gibberish) zu sprechen. Wichtig ist nicht, was gesagt wird, denn das ist ohnehin unverständlich, sondern wie es gesagt wird. Durch Wortmelodie oder -klang soll zum Ausdruck kommen, wie sich derjenige fühlt.
  • Tipp: Manche Kinder fühlen sich vielleicht mit einer Fantasiesprache überfordert oder finden es albern. Einigen Sie sich dann mit den Kindern auf einfaches englisches Vokabular, das bekannt und gesichert ist, z. B. die Zahlen (one, two, three, four, five …) oder Farben (green, blue, red, yellow …)
  • Der Partner „antwortet“, ebenfalls in gibberish. Dabei muss die Fantasiesprache des Gegenübers nicht imitiert werden, sondern lediglich das Gefühl.
  • Nach 10 Sekunden oder auf ein vereinbartes Zeichen wechseln sich die Partner ab, und Kind Nummer 2 gibt den Ton an, indem es nun sein Gefühl in Fantasiesprache wiedergibt. Und wieder spiegelt sein Partner den Gefühlszustand.

Möglich ist diese Übung auch als Ratespiel in der Klasse oder in Kleingruppen.
Die Partner und/oder Karten können beliebig oft gewechselt werden.

Zum Schluss eines jeden Austauschs sollten sich die Partner und auch Sie als Lehrkraft nochmals vergewissern, dass die gleichen Gefühle empfunden bzw. verstanden wurden: “How does (Name des Kindes) feel?” …  “And what about you?”

Eine Demonstration und Erklärung der Übung sollte zu Beginn durch Sie erfolgen.

Welchen Spaß man bei dieser Übungen haben kann, sehen Sie in diesem Video, das eine etwas abgewandelte Version für Erwachsene zeigt:

Für autistische Kinder oder Kinder mit sozial-emotionalem Förderbedarf bieten sich Handpuppen als Stellvertreter an, die Gefühle erleben und darstellen.

Und falls Sie den ersten Teil zum Thema Feelings verpasst haben – Schauen Sie doch mal rein!

Viel Spielfreude und „theatralische“ Energie wünscht
Antje Greisiger

PS: Die Bild- und Wortkarten eignen sich prima für ein Memo-Spiel!

Download: Feelings – Bildkarten und Wortkarten (1.6 MiB)

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