Vocabulary Consolidation

Wiederholung ist für das Wortschatzlernen im Fremdsprachenunterricht unerlässlich.

Nachdem neuer Wortschatz eingeführt wurde, sollten sich zahlreiche Festigungsübungen anschließen, um das neue Wortmaterial im Langzeitgedächtnis zu verankern. Die Kinder müssen mit den Wörtern in den verschiedensten Zusammenhängen arbeiten. Die Methoden sollten, ebenso wie die Einführung von neuen Wörtern, möglichst variieren und multisensorisch angelegt sein und einen steigenden Schwierigkeitsgrad berücksichtigen. So sollten die Kinder

  • die Aussprache durch Zuhören und Nachsprechen festigen, wobei sie eine Vorstellung der korrekten Aussprache entwickeln, indem sie sich durch wiederholtes Nachsprechen ein inneres Bild machen;
  • das Wort selbstständig produzieren;
  • das Schriftbild als Erinnerungshilfe nutzen (Wortkarten werden z.B. Bildkarten zugeordnet).

Die Einführung der Schrift ist zum langfristigen Abspeichern der Wörter für viele Lerner hilfreich – für Kinder mit Hörverarbeitungsstörungen sogar unbedingt notwendig. Wenn die Kinder den Wortschatz produktiv beherrschen, präsentiert die Lehrkraft die Word Cards für einen kurzen Augenblick (Flashcard-Verfahren). Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Kinder die Wörter nicht Buchstabe für Buchstabe lesen, sondern im Ganzen erkennen.

Konsolidierung im Langzeitgedächtnis

Das bloße Imitieren und Wiederholen der neu erlernten Wörter, wie oben beschrieben, gibt noch keine Garantie, dass diese vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis übertragen werden und langfristig für die Produktion bereit stehen. Erst durch eine Verknüpfung des neuen Wortschatzes mit dem existierenden Netzwerk von Wörtern und dem dazu gehörigen Wortwissen werden diese Wörter langfristig in das Langzeitgedächtnis integriert und für neue Situationen abrufbar gemacht. Die Wahrscheinlichkeit der Integration des neuen Wortschatzes in bestehende Netzwerke erhöht sich, je mehr Entscheidungen bezüglich der Nutzung dieser Wörter getroffen werden müssen. Wir sprechen von einer Hierarchie von kognitiv wenig bis sehr anspruchsvollen Entscheidungstechniken: Identifizieren, Selektieren, Zuordnen, Kategorisieren und Hierarchisieren.

circle the words

Hier ein Beispiel für das Identifizieren: Playway 3 (Neuauflage 2013), Activity Book 3, Seite 28 Nr. 1

Anwendung

Beim Anwenden des neuen Wortmaterials geht es um den produktiven Gebrauch in anderen Zusammenhängen oder den kreativen Umgang mit den neuen Wörtern. So kann z.B. ein Interview anschließen, in dem sich die Kinder nach Präferenzen befragen.

Interview

Playway 3, Pupil’s Book (Neuauflage 2013) Seite 27 Nr.13

Mit der einmaligen Anwendung des gelernten Wortmaterials ist es jedoch nicht getan. Entscheidend für die Behaltensleistung und das Schaffen neuer Verknüpfungen im mentalen Lexikon ist es, den wachsenden Wortschatz häufig zu wiederholen und immer wieder in neuen Zusammenhängen zu aktivieren wobei die zeitlichen Abstände immer größer werden können.

Spiele eignen sich im besonderen Maße für die Reaktivierung des Wortschatzes.

  • Dabei wird ständig Wortschatz wiederholt;
  • Im Spiel assoziieren die Kinder englischen Wörter und Phrasen mit Freude und Spaß. Dabei wird ein positive Einstellung zum Wortschatzlernen aufgebaut;
  • Es findet echte Kommunikation in der Fremdsprache statt;
  • Spiele motivieren, weil sie Spannung, Überraschung und Glück vermitteln können. Viele Spiele erfordern auch strategisches Denken.

So finden Sie beispielsweise zum spielerischen Üben des Wortschatzes Clothes das Spiel Happy Families.

Download: Clothes – Happy families (Game) (894.6 KiB)

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